Psychosoziales Betreuungszentrum Haus 44

Mauer - NÖ — Neubau - Wettbewerb 1. Platz,

Das derzeit bestehende Landesklinikum Mauer ist in seiner Nutzungsvariabilität und kapazität an seine Grenzen gestoßen. Deshalb war es notwendig, einen neuen Masterplan zu erstellen, der als Zielsetzung die Zukunft des Landesklinikums sicherstellen soll. Das PBZ Mauer wurde nun als ein Baustein des neuen Masterplanes integriert mit Pflegeeinrichtungen für das Landesklinikum Mauer errichtet. Der Bauplatz befindet sich im südlichen Teil der Anlage hinter dem bestehenden Haus 2, das zurzeit als PBZ genutzt wird. Der axial symmetrischen Anordnung der Bestandsgebäude wird im Masterplan ein orthogonales Ordnungssystem übergeordnet. Das neue PBZ ist nun Teil dieser neuen Struktur, dessen Vorderkante liegt in einer Flucht mit den anderen Neubauten. Durch eine neu zu errichtende Ringstrasse werden die Neubauten und somit auch das neue PBZ erschlossen und versorgt. Auch das Gebäude ordnet sich dieser Struktur unter. Die vorgesehene Nutzung ist im Wesentlichen in einem zweigeschossigen Baukörper untergebracht. Durch das „Auseinanderziehen“ eines Längskörpers entstehen an dessen Trennteilen zwei Höfe, die durch Ihre Figuration Geborgenheit vermitteln. Durch diese Hofsituation wird zusätzlich erreicht, dass das Gebäude in seiner „Mitte“ betreten werden kann, das heißt, dass die wichtigsten Räume durch die dort vorhandene Erschließung sofort erreichbar sind. In den beiden Geschossen sind zwei Stationen untergebracht, die sich wiederum in je drei Wohn- und Pflegeeinheiten unterteilen. Jede Pflegeeinheit hat einen eigenen Aufenthaltsbereich mit vorgelagerter Terrasse, wo die Patienten den Tag verbringen können. Im Kernbereich des Grundrisses befinden sich weiters der Stützpunkt (erste Ansprechstelle) mit seinen Pflegeräumen und auch die Cafeteria, wo Besuche stattfinden können. Erklärtes Ziel des Entwurfes war es, den maximalen Weg der Stationsschwester zum weitest entfernten Zimmer mit 40,0 m zu begrenzen. Nachdem die Ausformung und Gestaltung der Bestandsgebäude einen wesentlichen Beitrag zur Ära des Jugendstils darstellen und als solche unter Denkmalschutz stehen, ist das neue Gebäude derart gestaltet, dass dessen Architektur nicht konkurriert, sondern nach Harmonie mit dieser strebt. Das Wesentlichste an dieser Gestaltung ist, dass die Bewohner durch leichte und luftige Architektur fröhlich gestimmt werden. Dies wird durch möglichst großzügige Fassadenöffnungen und die vorgelagerte Sonnenschutzeinrichtung erreicht. Das Gebäude ist in einer parkähnlichen Landschaft eingebettet und geht mit dieser durch viele Austrittsöffnungen und Hofsituationen eine Symbiose ein, so dass großzügige Verweilsituationen in der Natur entstehen.Im Bereich der Zufahrt ist ein vorgelagerter Parkplatz vorgesehen, wo die erforderlichen Stellplätze untergebracht sind. Eine großzügige Vorfahrt ermöglicht die problemlose Anlieferung des Hauses. Der Eingangshof ist durch eine Gabionenwand begrenzt, welche den Raum einfasst und schützt. Durch die unterschiedliche Gestaltung von Platz, Wegeführung und Begrünung/Bepflanzung entsteht ein „Wohlfühlplatz“, der auf Besucher und Pflegeperson beruhigend einwirkt. Vor dem Eingang ist ein Wasserbecken mit Springbrunnen als Sinnbild des Lebens vorgesehen. In der Parkanlage selbst werden Rasenflächen durch einen Raster von Buschstreifen mit unterschiedlichen Blühpflanzen und in unterschiedlicher Höhe begrenzt, welche die einzelnen Raumbereiche fassen und ihnen Halt geben. Dazwischen ist eine Mixtur aus bestehenden und neuen Bäu-men vorgesehen. Innerhalb dieser Bereiche führen Wege zu mehr oder wendiger großen Plätzen, den Aktiv- oder Rückzugsplätzen. Im südöstlichen Bereich befindet sich der eingezäunte Demenzbereich zwischen den Häusern 44 und 19, wo ein Rundgang mit Plätzen vorgesehen ist. Entlang des Weges sollen durch Bepflanzung und Gestaltung die einzelnen Sinneswahrnehmungen stimuliert werden. Im südwestlichen Teil schlussendlich sind dann die Hochbeete vorgesehen.

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