Wohn- & Bürogebäude Mayer Mühle

St. Pölten - NÖ — Neubau - Wettbewerb 1. Platz,

Die örtliche Situation ist in ihrer städtebaulichen Qualität und Ordnung von einer außerordentlichen Heterogenität gekennzeichnet. Der Schnittpunkt und zugleich Bruch der historisch gewachsenen Stadt mit dem neuen Regierungsviertel wird an keinem anderen Ort derart spürbar. Zur angestrebten Dominante, die Ver- längerung der Lederergasse, ist die Durchwirkung des Ortes mit fußläufigen Verbindungen anzustreben. Die Schaffung von Vorplätzen und attraktiven Außenbereichen zusätzlich zu den vorgeschlagenen Fußgängerquerungen über die Fahrbahnen werden auch an diesem Ort eine urbane Atmosphäre schaffen. Auf den gekrümmten Verlauf der Alpenland-Fassade musste sehr sorgsam reagiert werden, damit keine trichterförmige Raumsituationen entlang des Straßenverlaufes entstehen und damit die Vorherrschaft der Strasse unterstrichen hätten. Daher wurde ein in sich orthogonal strukturierter Baukörper gewählt, der die städtebauliche Ordnung der Lederergasse übernimmt und mit bereits bestehenden Wohngebäuden und damit die städtische Ordnung der gewachsenen Stadt zum Abschluss bringt. Die Außenanlagen sowie die Lichtinstallation unterstreichen diesen Gedanken in ihren Wirkungen noch und leiten linear zum Regierungsviertel über. In ihrer Höhenentwicklung versuchen die beiden Teile des Bauwerkes, den Kompromiss zwischen der bestehenden Widmung und der Notwendigkeit einer „Landmark“ an der Stelle zu finden. Das Gebäude beherbergt frei unterteilbare Büroflächen mit einer Gesamt- größe von ca. 1600 m2. Die Obergeschosse enthalten 12 Wohnungen, zum Teil als Maisonetten konzipiert. Die Gesamtwohnnutzfläche beträgt ca. 960 m2. Jeder Wohnung ist eine mit Schiebeverglasung versehene Loggia zugeteilt, bzw. verfügen die Wohnungen zum Teil über großzügige Dachterrassen. Über die nordwestliche Garageneinfahrt gelangt man in eine zweigeschossig angelegte Tiefgarage mit 50 Stellplätzen. Alle Geschosse werden über ein Stiegenhaus an der Nordseite sowie zwei Liftanlagen erschlossen. Einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Bauen wird die ge- plante Ausstattung der straßenseitigen Fassa- denflächen mit Photovoltaikelementen liefern und zugleich zum markanten Erscheinungsbild des Gebäudes beitragen.

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