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Renaissanceschloss Gemeindezentrum

NÖ Landesausstellung 2007
Generalsanierung, 2008
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Entwurf/Fertigstellung 2004 - 2008
Marktgemeinde St. Peter/Au
Wettbewerb 1. Preis
Fotos © Rupert Steiner

Das Schloss St. Peter in der Au ist ein ehemaliges Wasserschloss aus der Renaissancezeit mit einem zinnengekrönten Turm aus dem Mittelalter. Die Eingangshalle ist eine zweischiffige Querhalle mit Kreuzgratgewölben. Im Innenhof wurden im 16. Jahrhundert Laubengänge errichtet. Nach der NÖ Landesausstellung 2007 wird das Schloss als kommunales Zentrum mit Gemeindeamt, Bürgerservice, Standesamt, Veranstaltungssaal usw. genutzt. Die zentrale Aufgabe der Neuordnung des Schlosses war die Lösung der inneren Erschließung mit der in den turmartigen Bergfried eingeschnittenen Treppe, die kurze und direkte Verbindungswege schafft. Die zentrale, neue Verteilerstiege in unmittelbarer Nähe des Eingangs ist sofort erkennbar, sie besitzt zusammen mit dem räumlich stark erlebbaren Turmzentrale Orientierungsfunktion. Die gewölbte Eingangshalle kann als Ausstellungsraum genützt werden, der historisch wertvolle Boden wird abgedeckt und teils mit betretbaren Glasplatten erlebbar gemacht. Am äußeren Erscheinungsbild des Schlosses werden keine Änderungen vorgenommen. Eigentliches Herzstück der Gesamtrenovierung ist jedoch die textile Hofüberdachung mit einem hydraulischen, richterförmigen Großschirm. Der annähernd 600m2 große Schirm überspannt damit weltweit erstmalig einen völlig asymmetrisch geformten Innenhof und ist vollständig einfahrbar. Die insgesamt elf Schirmarme sind dabei bis zu 17m lang und werden in bis zu drei teleskopisch ausfahrbare Teilstücke zerlegt. Die neuartige, teflonbeschichtete Membrane der Fa. Gore besitzt einen Lichtdurchlassgrad von etwa 50% und erscheint damit als strahlend weiße Überspannung.