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Regionalausstellung zeit(R)eisen

Waidhofen/Ybbs, NÖ
Ausstellungsarchitektur, 1998
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Regionalausstellung Waidhofen/Ybbs, 1998

Die drei Teilausstellungen von zeit(R)eisen am Oberen Stadtplatz finden in historischen Gebäuden statt und beziehen ihr Ambiente von deren innenräumlichen Qualitäten. Als Ergänzung dazu galt es, die Stadt in die Ausstellung einzubeziehen, diese gewissermaßen in den öffentlichen Raum zu transportieren und dort sichtbar zu machen. Gleichzeitig soll diese Gestaltung auch als festliche Ausstattung der Stadt dienen.

Vor den drei historischen Gebäuden mit ihren Teilausstellungen werden skulpturartige, an Fahnen erinnernde Hartflaggen aus Metall zur Aufstellung gebracht. Diese übernehmen mit ihrer blau-roten Ausgestaltung Farbe und Form der grafischen Aufbereitung der Plakatwerbung und sind Teil der Corporate Identity der Ausstellung. Am Oberen Stadtplatz bezeichnen drei Skulpturen die jeweiligen Eingänge zu den Ausstellungsorten und verbinden sie durch ihre perspektivische achsiale Tiefenwirkung. Die Grundkonstruktion dieser Flaggen stellt ein Stahlrohrgerüst dar, die „Fahnen“ bestehen aus Wellblechplatten. Sie sind Signale in der Stadt und weithin sichtbar. Im visuellen Fernbereich vermitteln sie keine zusätzliche schriftliche Information sondern ausschließlich Bedeutung. In der Nacht sind sie mit Scheinwerfern beleuchtet.

An zwei markanten Stellen der Stadt, am Pfarrgebäude an der Schauseite zum neuen Kreisverkehr sowie direkt vor dem Schloß werden ebenfallls 7m hohe Hartflaggen aufgestellt. Im gesamten Stadtgebiet wird der Verkehr durch wegweiserartige kleine Skulpturen in gleicher Gestaltung zur Busausstiegsstelle und zu den Standorten geleitet.

Die Eingänge zu den Gebäuden der Teilausstellungen erhalten portalartige Glasverkleideungen, die die Sehgewohnheiten verändern und die Bedeutung der Eingänge dokumentieren. Hölzerne, rot lackierte Bodenpodeste unterstreichen dies an allen Orten der Ausstellung.

Das wichtigste Objekt für die Gestaltung des öffentlichen Raumes ist ein Pavillon, der in Anlehnung an das grafische Gesamtkonzept das goldenen „R“ des zeit(R)eisen-Logos in Form seiner Außenverkleidung baulich umsetzt. Er dient als Museums-Shop und Informationsstelle für die Ausstellungsbesucher. Seine Farbe und seine kreisrunde Form besitzen eine der Tradition der Stadt und dem Wesen der Ausstellung angemessene Feierlichkeit und beinahe sakrale Wirkung.