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Psychosoziales Betreuungszentrum Haus 42

Mauer, NÖ
Neubau, 2015
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Fertigstellung 2015
Land NÖ, Abteilung GS7 im
NÖ Landesklinikum Amstetten-Mauer
ARGE Maurer-Zieser
Fotos © Rupert Steiner

Das Gebäude wird in seiner „Mitte“ betreten, das heißt, dass die wichtigsten Räume durch die dort vorhandene Erschließung sofort erreichbar sind, und weist auf die funktionale Verbundenheit zum Haus 44 hin. Im oberen Geschoss ist eine Station untergebracht, die sich in drei Betreuungseinheiten unterteilen. Jede Einheit hat einen eigenen Aufenthaltsbereich mit vorgelagerter Terrasse, wo sich die BewohnerInnen tagsüber aufhalten können. Im Kernbereich des Grundrisses befindet sich der Stützpunkt als erste Ansprechstelle mit seinen Funktionsräumen. Die Wohngruppe 1, die vier Krisenzimmer beinhaltet, hat über das Fluchtstiegenhaus einen direkten Zugang in den ihr zugeordneten Gartenbereich. Die beiden anderen Wohngruppen gelangen über das Hauptstiegenhaus in den Garten. Im EG sind in dem einen Trakt der Verwaltungsbereich, in dem anderen Trakt die Tagesbetreuung für alle PBZ Bewohner aller Häuser angeordnet. Der Aufenthaltsbereich und Multifunktionsraum der Tagesbetreuung ist im Trakt der Verwaltung situiert, um eine optimale mehrfache Nutzung, auch in Kombination mit dem Seminarraum zu gewährleisten. Die Orientierung zum Haus 44 weist auf eine mögliche gemeinsame Nutzung des Hofes hin. Nachdem die Ausformung und Gestaltung der Bestandsgebäude einen wesentlichen Beitrag zur Ära des Jugendstils darstellen und als solche unter Denkmalschutz stehen, ist das neue Gebäude derart gestaltet, dass dessen Architektur nicht konkurriert, sondern nach Harmonie mit dieser strebt. Das Wesentlichste an dieser Gestaltung ist, dass die BewohnerInnen durch leichte und luftige Architektur möglichst positiv gestimmt werden. Es wird eine Atmosphäre von Erholung und Urlaub vermittelt und nicht eines Krankenhauses. Das Gebäude ist in eine parkähnlichen Landschaft eingebettet und geht mit dieser durch viele Austrittsöffnungen und Hofsituationen eine Symbiose ein, so dass großzügige Verweilsituationen in der Natur entstehen. Auf Grund der unterschiedlichen Nutzung der beiden Geschosse wird der Garten in zwei von einander getrennte Bereiche geteilt. Der eine Gartenteil wird von der Wohngruppe 1, den Krisenpatienten genutzt, der andere von den Nutzern der Tagesbetreuung und den beiden anderen Wohngruppen. Beide Gärten werden mit einer Mischung aus Weg- und Pflanzbereichen unterteilt, mit jeweils den Nutzern angepassten und gewünschten Anforderungen. Im Bereich der Krisenpatienten gibt es z. B. einen weitläufigeren Weg zur Benutzung mit den Fahrrädern, unterbrochen von Aktions- und Ruheflächen (Sitzplätze, Schaukel, Rutsche etc). Im Bereich der Tagesbetreuung gibt es einen mäandrierend angelegten Weg zum Stimulieren der Sinnesorgane, Hochbeete und Kräuterspirale.