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Privatkrankenhaus Rudolfinerhaus

Billrothstraße, 1180 Wien
Zubau und Neustrukturierung, 2006
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Entwurf 2006
Private Krankenanstalt Rudolfinerhaus
1. Preis geladenes Bewerbungsverfahren

In seiner 150-jährigen Geschichte ist das Rudolfinerhaus ausgehend vom vordersten Bau an der Billrothstraße immer wieder erweitert worden, dies in den meisten Fällen in Form von Pavillons. Diese Pavillons waren jedoch, nicht so wie in anderen typischen Pavillon-Krankenhäusern, freistehende Gebäude, sondern zu einem Raumkonglomerat verbunden. Die anstehende Erweiterung des Krankenhauses steht schlüssig in der Tradition und besetzt die letzte verbleibende bebaubare Fläche des gesamten Areal an der Stelle des jetzigen Parkplatzes direkt an der Billrothstraße östlich des Rudolph-Pavillons. Die bestehenden Pavillons treten hinter der dichten Bepflanzung bislang in den Hintergrund und bleiben im Straßenraum nahezu unbemerkt. Durch den geplanten Neubau an dieser prominenten Stelle wird das Erscheinungsbild des Rudolfinerhaus entscheidend neu definiert, dieser wird stellvertretend für das gesamte Krankenhaus als das Rudolfinerhaus gesehen werden. Mit fünf Hauptgeschossen und einem zurückgesetzten Dachgeschoss wird die gewidmete Gebäudehöhe von 16,0m zur Gänze ausgenutzt, eine Ausnahmegenehmigung hinsichtlich der Überschreitung der festgesetzten absoluten Dachhöhe wird nötig sein. Die maximal bebaubare Fläche wird ebenfalls überschritten, jedoch in nur geringem Ausmaß. Vordringliches Ziel des nunmehr vorliegenden Entwurfs war die Schaffung eines im Stadtbild dominanten Gebäudes mit großzügigurbanem Vorbereich zur Billrothstraße und zum Richard-Eybner-Park hin. Die Standortgunst im Nahbereich der Kreuzung Billrothstraße-Silbergasse mit Straßenbahn- und Bushaltestellen wird durch die Anordnung von vermietbaren Geschäftsflächen im Eingangsgeschoss Rechnung getragen. Aus einem auf dem Straßenniveau liegenden Eingangsbereich gelangt man über eine Stiegenanlage und Rolltreppe erst in die Lobby des Krankenhauses. Neue OP-Einheiten, Geburtshilfestation, Gynäkologie und Bettenstationen sowie Hotelzimmer werden durch Ambulatorien, Tageskliniken und eingemietete Ordinationen ergänzt und damit zu einem breiten Angebot an klinischen und kliniknahen Funktionen führen, um den Weltruf des Hauses sowie seine medizinische Kompetenz zu halten und weiter auszubauen. Die besondere Herausforderung bei der Errichtung des Hauses ist die Aufrechterhaltung des gesamten klinischen Betriebes während der Umbauphase.