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Oper Burg Gars

Gars am Kamp, NÖ
Ausbau und Sanierung der Veranstaltungsstätte, 2017
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Fertigstellung 2017
Burg Gars GmbH

Zur Verbesserung des Opern-Spielbetriebes wird ein zentral angeordneter Orchestergraben errichtet. Nach Abbruch des bestehenden Orchesterbauwerks ist die Freistellung der zentralen Babenberger-Burg ein willkommener Nebeneffekt. Zur Unterbringung des neuen etwas eingetieften Orchestergrabens werden die beiden Ränge 1 + 2 abgebrochen. Die Ränge 3 + 4 werden in einer Ebene als neuer Fluchtweg ausgebildet. Beidseitig des ca. 100,0 m2 großen neuen Orchestergrabens für 78 Musiker werden zwei neue 180cm breite Fluchtstiegen angeordnet. Der neue Orchestergraben wird mit einem Resonanzboden aus Holz und einer demontierbaren Brüstung bzw. einem Schalltrichter in Holzkonstruktion rundum ausgestattet. Die Beschriftungen und die Fluchtwegsorientierungsbeleuchtungen werden an die neue Anordnung der Tribüne angepasst. Die veränderte Zuschauertribüne fasst nach den Umbauten eine Zuschauerzahl von 1.184 Sitzplätzen.

Zur Schaffung eines regensicheren Spielbetriebes wird die Errichtung einer mobilen Überdachung mit einer verfahrbaren Membranüberdachung aus einer Doppelmembran aus Kunststoff in Ellipsenform auf einer Stahlkonstruktion bestehend aus mind. acht bis zehn Einzelstehern vorgesehen. Die öffenbare Membranüberdachung wird in einer Höhe von ca. 13,0 m über dem Zugangsniveau errichtet. Die Dachfläche wird mit Elektromotoren zum öffnen und schließen ausgebildet Das Stahltragwerk wird auch zur Montage der Bühnenbeleuchtung vorgesehen. Die Entwässerung der Dachfläche wird neu geschaffen, sowie auch die Erdungs- und Blitzschutzanlage. Die zu überdachende Zuschauertribüne und der Orchestergraben haben eine gemeinsame Bodenfläche von ca. 980,0 m2. Die ovale Dachfläche wird mit einer Größe von ca. 1.000,0 m2 vorgesehen.

Die Sanierung des renaissancezeitlichen Schlosstraktes im Nordosten der Burg umfasst den bestehenden zweigeschossigen sogenannten „Rittersaal“ mit dem zugehörigen Stiegenaufgang und der Terrasse im Anschluß. Das Mauerwerk des Festsaales und des Stiegenhauses wird an den Fehlstellen neu geschaffen und der Verputz saniert. Im Stiegenhaus wird die vorhandene Stuckverkleidung entsprechend saniert. Im Festsaal wird in der zweiten Ebene eine Galerie in Holzkonstruktion ausgebildet. Tiefe der Galerie ca. 3,5 bis 4,0 m mit Absturzsicherung auf Raumbreite. Der Zugang im Stiegenhaus wird durch Verlängerung der Treppenläufe in das zweite Obergeschoß geschaffen. Alle Fenster im Festsaal und dem Stiegenhaus werden als Holzkastenfenster entsprechend den denkmalpflegerischen Wünschen mit Isolierverglasung neu geschaffen. Die Türen werden ebenso erneuert. Im Festsaal wird eine Fußbodenheizung und ein Holzparkettboden neu ausgeführt. Der Bodenbelag im Stiegenhaus und auf den Treppenläufen wird mit Natursteinen belegt.

Als haustechnische Hauptmaßnahme erfolgen die Demontage der bestehenden ölbefeuerten Zentralheizungskesselanlage und der Umbau in eine automatische Pelletsheizungsanlage. Die gesamte Dachfläche inkl. der Hochzüge, Rinnen und Wasserspeier am Bühnen- und Zwischentrakt werden komplett saniert. Am gesamten Bühnentrakt werden sicherheitstechnische Maßnahmen und Sanierungen durchgeführt. Diese bestehen aus Sanierung der Stege, und Stiegenanlagen sowie aus Absturzsicherungen an den Maueröffnungen und entlang von Absturzkanten. Eine Innensanierung des Backstage-Bereiches der Schauspieler, Sänger und Musiker ist derzeit nur in geringfügigem Umfang enthalten.