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Entwurf/Fertigstellung 2004 - 2006
Musikverein Windhag
2. Preis Wettbewerb

Der Ort Windhag liegt auf der Kuppe eines Höhenzuges in den niederösterreichischen Voralpen. Seine wesentliche Bebauung reiht sich entlang der Hangkante und ist über eine Zufahrtsstraße auf dem Höhenzug erschlossen. Direkt am Ortseingang steht etwas isoliert das Feuerwehr- und Vereinshaus des Dorferneuerungs- und Musikvereins Windhag. Im Anschluss daran folgen die Volksschule und Wohnhäuser. Im Zuge einer anstehenden Erweiterung des Musikheimes entstand der Wunsch seitens des Bauherrn, die zur Verfügung stehende Baulücke zwischen Vereinshaus und Schule nicht zu schließen, sondern den benötigten Zubau in den Hang abzusenken. Dadurch entsteht zu ebener Erde ein neuer „Dorfplatz“, im Untergeschoss ein großer Probenraum mit freiem Blick in die Landschaft. Der neue Musikproberaum ist im Erdgeschoss über einen verglasten Verbindungsgang an das bestehende Musikheim angebunden. Ein Stiegenabgang zwischen zwei Wandscheiben führt in den großen Saal hinunter. Über dessen nordseitige Glasfassade ist der Raum großzügig belichtet. Entlang der Rückwand des Saales reihen sich die unbelichteten Nebenräume wie Archivraum, Musiktechnik- und Haustechnikraum auf. Eine dem Musikproberaum optional vorgelagerte Terrasse lädt zum Verweilen und Ausschauhalten Richtung Sonntagberg ein. Das Dach des Gebäudes ist zu ebener Erde und wird mit Holzbohlen belegt, so dass es als Platz für Veranstaltungen und Dorffeste genutzt werden kann. Eine freie Bühnenüberdachung rahmt den Blick in die Landschaft Richtung Sonntagsberg. Die wenigen über der Erde sichtbaren Teile des Gebäudes sind in Sichtbeton ausgeführt. Der Holzbohlenbelag auf dem ebenerdigen Platz ruft die Assoziation an einen Tanzboden hervor. Der in den Erdboden abgesenkte Probenraum mit einem Boden aus Lamellenparkett und den akustischen Wand- und Deckenverkleidungen in Holztönen gibt das Gefühl der Geborgenheit in einer warmen Höhle