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Mittelschule Carlbergergasse

Wien Liesing
Neubau, 1999
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Fertigstellung 1999
Stadt Wien, MA56
Wettbewerb 1. Preis
Fotos © Rupert Steiner

Die Schule liegt an der nordwestlichen Grenze einer als Park gewidmeten Fläche an der Ecke Carlbergergasse – Canevalestraße in unmittelbarer Nähe der U-Bahnlinie U6. Das Raumprogramm umfasst eine 12-klassige Hauptschule mit einem Einfachturnsaal und einem Gymnastikraum, weiters eine Nachmittagsbetreuung mit drei Freizeitklassen und Speisesaal sowie einen viergruppigen Kindergarten mit Mehrzweckraum. Die Baukörper der Schule übernehmen das orthogonale Ordnungssystem des größeren städtischen Umraumes. Sie entsprechen in Größe und Proportion den Bauten der Umgebung, die besonders im Westen von Bauten gewerblicher Nutzung geprägt ist. Das räumliche Konzept der Schule basiert auf der Idee einer kubischen Großform, in der durch verschieden große Ausnehmungen qualitativ differenzierte Innenhofbereiche entstehen. Die Schule gliedert sich entsprechend den übergeordneten Funktionsbereichen in Hauptschule, Freizeitunterricht und Kindergarten. Jeder dieser Bereiche verfügt über einen separaten Zugang, wobei der Kindergarten von der Canevalestraße fußläufig erschlossen wird. Die Anlage umschreibt im Inneren einen großzügigen Pausenbereich mit daran angeschlossenem, leicht abgesenktem Hartplatz. Über eine zentrale Eingangshalle wird der zweigeschossige Baukörper erschlossen. Sämtliche Unterrichtsräume sind dem Pausenbereich abgewandt und entsprechend den Himmelsrichtungen angeordnet, die Stammklassen sind ostwärts, die Freizeitklassen westwärts und die Gruppenräume des Kindergartens nach Süden orientiert. Die Freiflächengestaltung ist als topographische Grundebene zum architektonischen Konzept des Gebäudes zu verstehen. Erdbewegungen in Form von bespielbaren, erhöhten oder versenkten Wiesenplateaus ziehen sich von Norden bis ans südliche Ende der Freifläche. Diese Plateaus sind Aussichtsplattformen, Spielflächen, mit besonderer Geräteausstattung und durch ihre Böschungen Rodel- und Rutschlandschaften. Langgestreckte Erd- und Wiesenwälle verbinden durch ihre Lage Funktionsräume und sind gleichzeitig bespiel- und bekletterbar.