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Landespflegeheim Stockerau

Stockerau, NÖ
Neubau, 2006
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Fertigstellung 2006
Land Niederösterreich, Abteilung GS7
NÖ Holzbaupreis 2006
Wettbewerb 1. Preis

Die erste Idee zum Pensionistenheim Stockerau war eine Metapher: die Arche. Der daraus entwickelte Gebäudekomplex deutet ein im Park vor Anker liegendes Schiff an, das über einen Landungssteg mit dem Festland verbunden ist. Das gesamte Konzept mit allen verwendeten Materialien folgt dem Bild vom Haus als Arche und beherbergendes Schiff. Gemäß dem winkelförmigen Zuschnitt des Grundstückes wurde der Pflegetrakt optimal ost-west orientiert angeordnet. Pflegestation, Pflegefunktionsräume und Aufenthaltsbereich befinden sich zentral im Andockbereich des Wirtschaftstraktes und der Eingangsebene. Durch die versetzte Anordnung des grundsätzlich zweihüftigen Zimmertraktes mit den Pflegefunktionsräumen in der Mitte ist es gelungen, die Zimmer sehr nahe an die Station zu bringen. Alle Gemeinschaftsräume sind süd-orientiert mit Parkblick und auf drei Ebenen in räumlicher Nähe zu Friseur, Kapelle und Heimcafe angeordnet. Die räumliche Struktur des zweigeschossigen Cafes mit offenem Kamin, stimmungsvoller Beleuchtung, Terrasse und eines im Erdgeschoss angelegten Pflanz- und Wasserbeckens schaffen eine zentrale Lebenswelt mit ausgewogener Balance zwischen Geborgenheit und Öffentlichkeit. Doppelgeschossige Verglasungen mit großzügigem Vordach erlauben einen wunderbaren Ausblick in die Parklandschaft. Dem Wunsch der Ausschreibung entsprechend gibt es halböffentlich nutzbare Funktionen, die unmittelbar am Haupteingang Roter Hof angeordnet sind. Friseur/Fußpflege, Kapelle, Seminarraum und Heimcafe bilden eine sich schrittweise öffnende Raumfolge ins Herz des Pflegeheims. Durch die mittige Erschließung des Gebäudes sind die Wirtschaftsbereiche im unteren Geschoss über eine Rampe von Norden bequem anlieferbar. Mit einem weiteren Eingang in unmittelbarer Nähe der beiden Aufzüge ist auch die Belieferung des Kellergeschosses optimal gewährleistet. Als Abschluss der Zimmereinheiten ist dem Pflegetrakt in allen Geschossen sowohl im Norden als auch im Süden eine großzügige Freiterrasse vorgelagert, die gleichzeitig die Funktion der Fluchtbalkone für den dreigeschossigen Holzbau erfüllt.