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NÖ Landesklinikum Neunkirchen

Neunkirchen, NÖ
Neubau, 2016
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Fertigstellung 2016
NÖ Landeskliniken Holding
Wettbewerb 1. Preis
ARGE Maurer | Moser | Zieser | Panis
Fotos © Rupert Steiner

Der Entwurf wird städtebaulich so interpretiert, dass vier Häuser pavillonartig das gesamte Erscheinungsbild prägen, deren Maßstab überschaubar und der Umgebung angemessen erscheint. Die Baukörper sind in einem solchen Abstand positioniert, dass die Verbindungswege kurz sind aber trotzdem für jedes Patientenzimmer ein weitläufiger Ausblick in Ost-West Richtung gewährt bleibt. Durch Herausdrehen des westlichen Baukörpers aus der Achse, wird die naturräumliche Qualität der Uferlandschaft der Schwarza in das Zentrum des Hauses geführt. Dieses Herz stellt die Haupterschließung dar, verbindet die Eingangshalle über kurzem Weg mit den entsprechenden medizinischen Einrichtungen, orientiert sich in jedem Punkt an die naturräumlichen Qualitäten des Außenraums, bildet ein spannendes Raumerlebnis mit den Vertikalverbindungen durch die Lufträume ins 1. Obergeschoss und nimmt funktionell die öffentlichen Einrichtungen für ein modernes Gesundheitszentrum auf. Hier können auf kurzem Wege Cafe, Shops, Andachtsraum und Mehrzwecksaal genutzt werden. Es wird somit räumlich eine attraktive Zone geschaffen, um Besucher und Bevölkerung auch für Zusatzveranstaltungen in das Zentrum zu führen. Im Erdgeschoss werden Ambulanzbereiche, Radiologie und Notfallversorgung so angeordnet, dass klare Wegtrennungen zwischen ambulanten gehfähigen Besuchern und Liegendkranken erreicht werden. Durchladeraufzüge machen diese Trennung eindeutig. Vertikal werden die Funktionsbereiche Erst- und Notfallversorgung, OP-Zone und Hubschrauberlandeplatz angeordnet, sodass diese Notfalleinheiten über kurze Wege verbunden werden können. Die psychiatrischen Funktionen (Tagesklinik, psychiatrische Stationen) werden in einem eigenen Haus mit eigenem Eingang und Zufahrt von Osten positioniert. Über kurzem Weg von der Bundesstraße wird der zentrale Anlieferungshof erreicht, wo die Gesamtlogistik aus dem nahe gelegenen Versorgungszentrum stattfindet. Wäsche, Küche, Werkstätten, Apotheke und Sterilgut werden hier zentral angeliefert. Eine entsprechende Rangierfläche ermöglicht auch einen Zugang zu den haustechnischen Anlagen bzw. zum Abtransport der Abfallwirtschaft.