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Landesamtsgebäude

Tulln, NÖ
Totalsanierung und Umbau des ehemaligen Minoritenklosters, 1995
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Fertigstellung 1995
Land Niederösterreich
Architekten Oszwald - Oszwald - Zieser
Nominierung Österreichischer Staatspreis für Architektur und Wirtschaftsbauten 1996
Goldene Kelle des Landes NÖ 1995

Der mit Engagement durchgeführte Umbau des ehemaligen Minoritenklosters besticht vor allem durch die gelungene Verschmelzung der vorhandenen barocken und klassizistischen Bausubstanz mit einer modernen Stahlbeton-Konstruktion mit Glasfassade. In Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt wurde die Apsis der Minoritenkirche wieder freigelegt, wodurch sich die Möglichkeit ergab, den Minoritenplatz stadträumlich neu zu ordnen. Das dem Minoritenplatz zugewandte würfelförmige Eingangsbauwerk ist in seiner Anordnung bewußt als Gegenpol des der Donau zugewandten barocken Refektoriumbaues des ehemaligen Klosters konzipiert. Die Oberlichtbänder der Hallenkonstruktion berühren den Altbau gleichsam nur mit den “Fingerspitzen”. Die im Zuge der Bauarbeiten gemachten Ausgrabungen und Funde wurden im Untergeschoß des neuen Eingangsbauwerkes zugänglich gemacht. Mit dem Umbau des neuen Landesamtsgebäudes ist ein wichtiges Bauwerk entstanden, das in seiner Gestaltung die wechselvolle Geschichte von Stadt und Land “selbstbewußt und zeitgemäß” dokumentiert.