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Investment-Bank

Wien I
Umbau, 2006
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Fertigstellung 2006
Fotos © Rupert Steiner

Am Anfang der Planung stand die Idee, einem relativ jungen Unternehmen am Finanzmarkt, noch ohne klaren Auftritt nach außen, durch Architektur eine eigene Identität zu geben. In reduzierter und klarer Art präsentieren sich die Räumlichkeiten mitten im Stadtzentrum von Wien. Hier tritt man in eine Welt ohne Dekoration und Zierrat. Unwillkürlich stellt sich beim Betreten ein Zustand der Balance und der Ruhe ein. Klar funktionell getrennt reihen sich öffentliches Entree und interner Bürobereich entlang der Außenfassade aneinander. Das architektonische Konzept ist präzise - wenige, aber qualitativ hochwertige Materialen, ein klar definiertes Farbspektrum (Weiß über Grautöne bis Schwarz und etwas Blau), reduzierte Formen und nackte Oberflächen. Dem glatten Teil aus schwarzem Glas, dunklem Holz und satinierten Vorhangpaneelen wurden der raue, grobe Inkrustationsputz und das Teppichbild gegenübergestellt. Allem liegt ein aufwendiges Lichtkonzept zugrunde - weißes und blaues Licht von eigens entworfenen Lichtobjekten aus satiniertem, weißem Acryl und eine 25 m² Lichtdecke, verschiedenen programmierte Szenarien, per Touchpad oder tragbarer Raumsteuerung abrufbar. Der Entree-Bereich vermag sich verschiedenen Veranstaltungsthemen von Vernissage bis Konferenz leicht anzupassen.

Trotz kurzer Planungszeit und extrem knapper Bauphase ist die Neugestaltung des Geschosses weit mehr als eine Adaptierung eines bestehenden Bürotraktes. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des historischen Bauwerks wurden die durch den Umbau der darunter liegenden Geschosse sehr beschränkten statischen Möglichkeiten soweit wie möglich ausgereizt. Mit dem Ziel aus dem Eingangsbereich ein großzügiges Foyer zu machen, wurde die tragende Wand soweit wie möglich entfernt und der sich ergebenden Säulencharakter der verbleibenden Wandfragmente durch Aufbringung eines speziellen in der Werkstatt in Platten vorgefertigten Putzes betont. Der mit einem Kunstwerk von Hannes Mlenek bedruckte, über drei Zimmer sich erstreckende Teppich wurde bis in den Eingangsbereich gezogen und knapp an den Mauerteilen ausgeschnitten, wodurch der Effekt von auf dem Teppich stehenden Säulen erzielt werden konnte. Mit dem Konferenzsaal wurde ein flexibler Raum für Veranstaltungen und Meetings geschaffen. Mit unaufdringlich in die Möbel integrierter modernster Präsentationstechnik lassen sich durch einen Klick die über 5m lange Konferrenzleuchte einschalten und in der Höhe variieren, der Projektor starten und die Projektionswand herunterfahren. Der Konferrenztisch besteht aus klappbaren auf Rollen leicht verschiebbaren Einzelelementen.