schließen
schließen

Fertigstellung 2010
NÖ Landesklinkum Amstetten - Mauer

Das Landesklinikum Mauer ist in seiner Nutzungskapazität an seine Grenzen gestoßen. Deshalb war es notwendig, einen neuen Masterplan zu erstellen, die Drogentherapie Mauer wurde nun als erster Baustein des neuen Masterplanes errichtet. Der Bauplatz befindet sich im nördlichen Teil der Anlage. Die Funktionen des Gebäudes sind um einen Innenhof angeordnet, der das Zentrum von Therapie und Pflege darstellt. Das Gebäude wird durch einen überdachten seitlichen Eingang betreten. Das anschließende Foyer vermittelt Übersicht durch seine direkte Anordnung zum Innenhof. Bettentrakt, Ver waltung, Therapie und Funktionsräume sind blockhaft angeordnet. Im Herzen des Gebäudes befinden sich die Aufenthalts- und Tagräume, welche zum Innenhof und zu einem Atrium angeordnet sind. Nachdem die Gestaltung der Bestandsgebäude einen Beitrag zur Ära des Jugendstils darstellen und sie unter Denkmalschutz stehen, wurde die Erscheinung des neuen Gebäudes derart gestaltet, dass dessen Architektur nicht konkurriert, sondern nach Harmonie mit dieser strebt. Die im Jugendstil errichteten Gebäude bestehen im Wesentlichen aus dem massiven roten Sichtziegelmauerwerk und diversen, im Stuckaturputz hergestellten weißen ornamenthaften Verzierungen. Der Neubau will sich diesem Gestaltungsprinzip anpassen, aber neu interpretieren. Den massiven Grund bildet das moderne Vollwärmeschutzsystem mit grober Textur (Quetschputz) und ziegelartiger Farbgebung, die Sonnenschutz-Schiebeläden die „Verzierungen“. Vor der Fassade werden 3-fach schienengeführte, mit Lochblech versehene Schiebeläden angeordnet, welche vor den Fenstern die Funktion des Sonnenschutes übernehmen. Das Gebäude ist in einer parkähnlichen Landschaft eingebettet und geht mit dieser durch viele Austrittsöffnungen und Hofsituationen eine Symbiose ein, so dass großzügige Verweilsituationen in der Natur entstehen.