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Bundesgymnasium Wolkersdorf

Wolkersdorf, NÖ
Neubau, 2000
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Wettbewerbsbeitrag 2000

Solitärbauten prägen die Ortserweiterung von Wolkersdorf und sind Vorbild für den AHS-Neubau. Das örtlich verankerte Motiv des Niveausprungs wird durch die Eingangstreppe aufgenommen, die den ersten Stock zum Hauptgeschoss der Schule macht. Die auwaldähnliche Randbepflanzung im Bereich der Sportanlagen wird belassen, die streng angeordneten Baumpflanzungen im Schulhof und der Grünflächen der Schule suchen den bewussten Gegensatz dazu. Die Ausbildung eindeutig definierter Außenräume schafft Zonen unterschiedlicher Benutzbarkeit, alle notwendigen Versorgungseinrichtungen sind unmittelbar im Vorhofbereich konzentriert. Die Bushaltestelle befindet sich kurz nach dem Zugang zum Schulhof, der überdachte Zugang dient als witterungsgeschützter Wartebereich. Die Turnhalle ist in statischer Hinsicht zur Optimierung der Säulenknicklängen eingegraben. Das Schulgebäude ist ein reiner Stützenbau mit statisch notwendigen, aussteifenden Längs- und Querschotten. Die Decken sind sowohl zur Optimierung der Spannweiten als auch zur Nutzung als Wärmespeicher als Ortbetondecken ausgeführt. Zur Verbesserung der nächtlichen Wärmeabgabe sind keine abgehängten Deckensysteme vorgesehen sondern akustisch wirksame Deckenelemente. Alle Innenräume sind trotz der kompakten Bauform natürlich belichtet durch Oberlichtverglasungen über den Klassenwänden hin zum Pausenraum, Lichtführung bis in das Erdgeschoss und shedartige Oberlichter im Zentralraum und der Bibliothek. Die Aula bildet sich an den Fassaden als „Portal“ und als „Fenster“ ab. Die Pausen- und Erschließungsflächen sind mehrfach benutzbar. Die Ausrichtung der allgemeinen Unterrichtsräume ist auf Grund des hohen Verglasungsanteiles sowohl nach Osten als auch nach Westen problemlos möglich. Die Sonnenschutzmarkisen sind jeweils einzeln bedruckt, sie ergeben in ihrer Gesamtheit an allen Gebäudefassaden ein einheitliches Gesamtbild. Das Turnsaalgebäude steht in Gegensatz dazu und sucht mit seiner bewitterten Holzoberfläche die Verbindung zu traditionellen Weinviertler Holzbauten. Die Verwendung von in ihrer Wirkung warmen Materialien, vorwiegend Holz, bestimmt den innenräumlichen Eindruck.