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ATP-Tennisstadion

Landessportschule St.Pölten, NÖ
Neubau, 1995
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Entwurf/Fertigstellung 1994 - 1995
Land Niederösterreich
Fotos © Rupert Steiner

Im Tenniscenter Niederösterreich wird jedes Jahr ein internationales Tennisturnier (ATP) veranstaltet. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass während der Spieltage im Mai eines jeden Jahres die Windgeschwindigkeiten und die damit auftretenden Verwirbelungen im Center-Court der Tennisanlage derart stark sind, daß eine einwandfreie Durchführung der Veranstaltung auf internationalem Niveau nicht gewährleistet ist. Das Land Niederösterreich als Eigentümer der Anlage hat sich daher entschlossen, eine Windschutzanlage zu errichten. Vor Beginn der eigentlichen Planungsarbeiten wurde in Zusammenarbeit mit dem Windkanallabor von Arsenal Research Wien, eine Windsimulation am Modell vorgenommen. Die vergleichenden Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer Errichtung eines umlaufenden, etwa 7 – 8 m hohen Windschutznetzes auf der Dammkrone die Windgeschwindigkeiten innerhalb des Center-Courts und insbesondere auf dem Spielfeld um ca. 50% reduziert werden können. Die Windschutzanlage besteht aus verzinkten Formrohrsteherkonstruktionen, die im Abstand von etwa 4,20m rund um das Stadion aufgestellt werden. Im U-förmigen, geschlossenen Tribünenbereich haben diese Steher eine Bauhöhe von ca. 7 m, im offen Bereich der Zusatztribüne sind sie auf dem Niveau des Spielfeldes verankert und haben dort eine Bauhöhe von ca. 12,50m. In diese Grundkonstruktion werden Netzrahmen eingebaut, die ihrerseits aus einem Aluminiumrahmen bestehen, in dem feldweise das Windschutznetz eingespannt ist. Die gesamte Konstruktion ist für die normierte Windgeschwindigkeit von 130km/h ausgelegt und besitzt darüber hinaus die im Hochbau üblichen Belastungsreserven. Sie wurde derart ausgelegt, dass sie während des Winterhalbjahres nicht abgenommen werden muss. Die verwendeten Materialien, insbesondere das Windschutznetz, sind allwettertauglich. Die Situierung der Steher im Bereich der Dammkrone wurde so gewählt, dass die vorhandenen Fluchtwegbreiten nur unwesentlich vermindert werden. Die Durchgangslichten der Flucht- und Erschließungstreppen werden unvermindert beibehalten.